Claus-Peter Hoffmann
Heilpraktiker
Praxis für Hypnosetherapie

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24105 Kiel

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Depressionen

Allgemein

Wie oft kommt es vor, dass wir alles grau in grau sehen, dass wir nichts haben, worauf wir uns freuen können und dann sagen: "Das alles deprimiert mich so!".
Das Wetter macht uns "depressiv", ein unbefriedigender Beruf ist einfach "deprimierend" - "Depression" ist das Wort für alle Phasen, in denen wir in einem Stimmungstief sind.
Da wir den Ausdruck "Depression" so häufig gebrauchen, herrscht der Eindruck vor, dass die Depression ein ganz gewöhnlicher Gemütszustand ist: Jeder war schon einmal "depressiv", jeder weiß darüber Bescheid, jeder kann mitreden.

Tatsächlich ist Depression nicht gleich Depression.
Das Stimmungstief, die ganz gewöhnlichen Phasen der Entmutigung und Freudlosigkeit, wie sie in jedem Alltag vorkommen, sind etwas anderes als eine Depression im medizinischen Sinn. Die Depression im medizinischen Sinn ist eine ernsthafte, oftmals lebensgefährliche Erkrankung. Der Betroffene braucht in jedem Fall Hilfe. Seine Erkrankung muß zunächst von einem erfahrenen Arzt erkannt werden und dann von einem Arzt oder einem Psychologen behandelt werden.

Dies heißt nicht, daß man die "Depression" im umgangssprachlichen Sinne, die keine psychiatrische Erkrankung ist, auf die leichte Schulter nehmen sollte. Viele Menschen werden von ihren seelischen Problemen so belastet, dass sie sich nicht mehr allein helfen können, sondern die Unterstützung eines Experten benötigen. Dieser Helfer braucht jedoch nicht unbedingt ein Arzt oder ein Psychologe zu sein. Lebensprobleme können auch zusammen mit dem Partner oder mit Angehörigen gelöst werden - anders als bei der Depression im medizinischen Sinne.

Leider werden die Depression im umgangssprachlichen Sinne und die Depression im medizinischen Sinne häufig verwechselt. Eine solche Verwechselung kann für denjenigen, der von einer Depression im medizinischen Sinne betroffen ist, gefährlich werden. Wer der Meinung ist, er durchleide nur ein Stimmungstief, wie es eben allen Menschen irgendwann einmal zustößt, kommt nicht auf die Idee, dass er von einer echten Erkrankung betroffen ist. Er versucht - oft unter quälenden Schuldgefühlen - allein zurechtzukommen, und verzichtet auf die notwendige Hilfe eines Arztes oder Psychologen.

Ebenso ist es wichtig zu wissen, daß eine Depression im medizinischen Sinne keine seltene Erkrankung ist. Viele Betroffene befürchten, dass sie mit ihrem Leiden ein Einzelfall sind. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in einer groß angelegten Studie untersucht, wie oft Menschen die allgemeine ärztliche Hilfe in Anspruch nahmen, an psychischen und psychosomatischen Störungen litten: ungefähr 10% aller befragten Patienten litten an einer Depression. Diese Zahl mag zunächst erstaunen. Sie macht aber auf etwas Wichtiges aufmerksam: Es gibt mehr Betroffene als man denkt, weil viele ihre Erkrankung verschweigen. Diese Zurückhaltung ist leider nicht ganz unverständlich, denn psychische Erkrankungen sind für viele Menschen ein unbekannter, unheimlicher Zustand. Die meisten sind nicht ausreichend informiert; sie wissen zuwenig über seelische Leiden und können sich nicht vorstellen, dass eine psychische Erkrankung genauso schwer sein kann wie eine körperliche Krankheit.

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Was ist eine Depression?

Wir alle kennen Phasen der inneren Erschöpfung und der Verzagtheit. Solche Phasen können durch viele Ereignisse ausgelöst werden. Der Verlust eines Partners, berufliche Erfolglosigkeit oder eine private Enttäuschung können so belastend sein, dass sie alle anderen Bereiche des Lebens negativ beeinflussen. Aus der Sicht eines Arztes muss es sich dabei nicht um eine Depression handeln. Es kann auch sein, dass Trauer und Mutlosigkeit normale Reaktionen unserer Psyche auf diese Lebensprobleme sind. In einem solchen Fall ist die Lebenskrise, das Stimmungstief, eng mit dem Lebensproblem verbunden, das sie ausgelöst hat. Sobald der Verlustschmerz oder die Überlastung nachlässt, hellt sich die Stimmung wieder auf.

Eine Depression im medizinischen Sinn ist jedoch etwas anderes: eine behandlungsbedürftige, psychiatrische Erkrankung. Wer an einer Depression erkrankt ist, kann sich nicht mehr aus eigener Kraft aus der gedrückten Stimmung befreien. Aufforderungen wie "Nimm Dich zusammen" oder "Mach' doch mal Urlaub" helfen nicht weiter. Eine Depression kann, wenn sie nicht richtig behandelt wird, Monate oder sogar Jahre andauern.

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Woran erkennt man eine Depression?

Im folgenden werden die wichtigsten Anzeichen aufgeführt, die auf eine Depression schließen lassen. Es ist jedoch wichtig zu wissen, daß sich eine Depression auf sehr unterschiedliche Art und Weise äußern kann. Außerdem können viele der unten aufgeführten Beschwerden auch durch andere Erkrankungen verursacht werden. Deswegen ist der Gang zu einem Arzt so wichtig: Nur er kann andere körperliche Störungen ausschließen und mit letzter Sicherheit feststellen, dass die Beschwerden ihren Grund in einer Depression haben.

Traurige Stimmung: Im Vordergrund der Beschwerden steht meist das Gefühl der tiefen Traurigkeit und der Freudlosigkeit. Der Erkrankte fühlt sich niedergeschlagen und mutlos; die Stimmung ist getrübt. Manche Betroffene berichten auch von einem "Gefühl der Gefühllosigkeit" oder von einer inneren Leere. Zu dieser Trauer tritt eine Hoffnungslosigkeit. Der Erkrankte glaubt, dass er keine Zukunft mehr hat und dass er an seiner Situation nichts mehr ändern kann.

Störungen des Antriebs und der Entscheidungsfähigkeit: Wer von einer Depression betroffen ist, kann sich oft zu nichts mehr entschließen; selbst einfache Verrichtungen machen ihm große Mühe. Der Erkrankte kann sich nicht entscheiden, was er tun möchte, wägt endlos ab, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Dies läßt sich manchmal auch an seinem Gesichtsausdruck und seinen Bewegungen erkennen. Die Augen strahlen nicht mehr, das Gesicht wirkt wie versteinert. Die Bewegungen mancher Depressiven wirken eingeschränkt und kraftlos. Man kann dem Erkrankten sein Leid förmlich ansehen. Der Mediziner spricht hier von einer Verarmung von Mimik und Motorik.

Konzentrationsstörungen: Vielen Erkrankten fällt es sehr schwer, sich auf etwas zu konzentrieren. Ihre Arbeit strengt sie übermäßig an, sie fühlen sich von Aufgaben überfordert, die sie früher ohne Probleme erledigt haben. Viele Betroffene berichten auch von einem "Kreisen" der Gedanken. Es fällt ihnen schwer, sich von einigen wenigen Überlegungen zu lösen, über die sie immer wieder nachgrübeln müssen.

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Was bedeutet Suizidgefahr?

Viele Depressive fühlen sich nutzlos oder schämen sich für Ereignisse, die anderen Menschen gar nicht aufgefallen sind. Dabei entwickeln sie häufig ein Gefühl der eigenen Wert- und Nutzlosigkeit. Sie sehen in ihrem Leben keinen Sinn mehr und wünschen sich häufig, dass sie einfach nicht mehr existieren. In einer solchen Situation erscheint dem Betroffenen oft der eigene Tod als einziger Ausweg.

Diese Selbstmordgefahr, die der Mediziner Suizidgefahr nennt, ist eine häufige, früher oder später auftretende Begleiterscheinung einer Depression. Sie ist ein hohes Risiko für den Patienten. Gerade deswegen ist der Gang zum Arzt und Therapeuten so wichtig!

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Wie entsteht eine Depression?

Anders als ein Beinbruch lässt sich eine Depression im allgemeinen nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Meist sind verschiedene Faktoren beteiligt, die erst im Zusammenspiel eine Depression entstehen lassen. Vereinfacht lässt sich jedoch sagen, dass es innere und äußere Umstände gibt, deren Vorhandensein einen Menschen an einer Depression erkranken lassen.

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